Kinosommer 2015 - Schöner leben ohne Nazis

Kinosommer 2015 - "Fernes Land" - Schöner leben ohne Nazis
Am 04.07.2015 ist es so weit:
Open Air und mit bester Laune wird in diesem Sommer ein mobiles Kino am Waldemarplatz in Fürstenwalde haltmachen (Schlechtwettervariante: Turnhalle Lange Straße). Es wird der Film "Fernes Land" gezeigt, der sich mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auseinandersetzt. Ergänzend dazu gibt es ein buntes Begleitprogramm. Der Eintritt ist kostenlos. Stühle sollen mitgebracht werden.

Der Kinosommer 2015 ist eine Veranstaltung der Plattform gegen Rechts.

Die "Plattform gegen Rechts" ist ein breit vernetztes und überparteiliches Bürgerbündnis unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und Einzelpersonen, die sich Toleranz, Humanismus und Menschenrechten verpflichtet fühlren. Das Bündnis wirkt aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und gestaltet die Willkommenskultur in unserer Stadt aktiv mit.

Ab 19.00 Uhr Musik, Gespräche, Essen sowie Info- und Aktionsstände
Ab 21.30 Uhr Film „Fernes Land“ von Kanwal Sethi

Filmbeschreibung:
Haroon stammt aus Pakistan und versucht sich seit drei Jahren illegal in Deutschland durchzuschlagen. Mark arbeitet als Versicherungsvertreter in einem kleinen Familienunternehmen und ist gerade dabei über die Trennung von seiner Freundin Nina hinwegzukommen. Auf den ersten Blick führen die beiden Männer zwei völlig unterschiedliche Leben, die sich in keinem Punkt berühren. Doch die Winternacht, in der sich ihre Wege kreuzen, verändert alles. Denn sie finden beide jemanden, dem sie instinktiv vertrauen können, bei dem sie spüren, dass er die gleiche Sehnsucht teilt: endlich anzukommen. Mark vor allem bei sich selbst. Schließlich hat er sich schon zu lange vorgemacht, mit seinem Beruf glücklich zu sein. Eigentlich träumt er von Japan und liebt es zu kochen, vermisst es mit seinen eigenen Händen zu arbeiten. Haroon will nicht länger in ständiger Angst leben, entdeckt zu werden. Er möchte seinen eigenen pakistanischen Friseursalon in Deutschland eröffnen. Auf dem gemeinsamen Trip durch eine aufregende Nacht kommen beide ihrem Ziel ein kleines Stückchen näher und finden vielleicht einen echten Freund.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadt Fürstenwalde/Spree

Zum HOLOCAUST GEDENKTAG 27.01.2013

Rede von Rainer Killisch am 27. JANUAR 2013 Fürstenwalde, Geschkeplatz

Sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Fürstenwalder,
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz.
Doch 68 Jahre nach der Befreiung der Mordfabrik Auschwitz durch Sowjettruppen kann,
- einer Forsa-Umfrage aus 2012 zufolge - jeder fünfte der befragten Deutschen unter 30 Jahren,
nichts mit dem Begriff „Auschwitz“ anfangen.
Auch zeigte eine Antisemitismusstudie in 2012 für den Bundestag, dass sich judenfeindliche Ressentiments
hartnäckig in der deutschen Gesellschaft halten.
Auf die Frage: „Was fällt ihnen zum Datum 27.01.1945 ein?“ haben fast 96% der Befragten falsch geantwortet.
Nur rd. 4% wussten um diesen Tag.
Gedenktage sind wichtig, sie müssen aber viele erreichen,damit sich auch viele erinnern.
Das Grauen begann nicht in Auschwitz,Sobibor, Theresienstadt, Treblinka oder in einem anderen Konzentrationslager.
Es begann zu allererst in den Köpfen, in der Literatur, in unserer Nachbarschaft und in der Politik,
bevor es die Gefühlswelt der Menschen erfasste.
Hitler war nur das Ergebnis dieses Denkens.
Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurde von Hartwig von Hundt-Radowski in seinem Bestseller „Judenspiegel“ (1819) eine Art Holocaust vorgeschlagen.
1860 formulierte der Gutsbesitzer Heinrich Nordmann:
„Das Judentum ist in seinem Wesen dem Fundament des christlichen Staates, der christlichen Moral feindlich“
„Das Judentum sei dem deutschen Volk zuwider“
Die Antisemitenpetition der Vereine deutscher Studenten forderte 1880/81 „den Ausschluss der Juden von politischen Ämtern.“
Schon zu Beginn des Kaiserreiches erhielt der Judenhass verstärkt Einzug in die Parteipolitik.
Im Parteitagsbeschluss der Deutsch-Sozialen Reformpartei, DSRP von 1899 unter Max Liebermann heißt es:
„Dank der Entwicklung unserer modernen Transportmittel
dürfte die Judenfrage im 20. Jahrhundert … endgültig durch Absonderung und (wenn die Notwehr es gebietet)
schließlich durch die Vernichtung des Judenvolkes gelöst werden.“
Hitler war nicht der Erfinder des Holocaust, er war der Vollstrecker!

Mit diesem kurzen geschichtlichen Abriss will ich nur offenlegen, dass Antisemitismus und Menschenhass nicht auf den Hitlerfaschismus beschränkt werden dürfen; sondern dieser ist vielmehr das Ergebnis dieses Hasses, der Jahrhunderte alt ist.
Nun: Das Ergebnis dieses Hitlerfaschismus ist unser Grundgesetz vom 23. Mai 1949.
Ich bin mir sicher, eine heute formulierte Verfassung wäre nicht mehr so klar und den Menschenrechten zugewandt formuliert, wie es unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges mit 50Millonen Toten gelang.
Würden wir, die Bürger - auch in Fürstenwalde - nach Inhalten der Verfassung gefragt, wäre das Ergebnis, so fürchte ich, nicht viel anders, als wie für den Gedenktag heute. Deshalb möchte ich einige wichtige Sätze, der unveräußerlichen Grundrechte die für den heutigen Tag besonders prägnant sind, nennen:
Aus Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(Eine klare Aussage, hier ist von Menschen die Rede, nicht von Deutschen)
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten
als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
(Also auch eine Verpflichtung der Stadt Fürstenwalde und ihrer politischen Parteien!)
Aus Artikel 2
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
(Angriffe von Extremisten gegen Menschen, auch verbale, fordern deshalb unseren vollen demokratischen Widerstand)
Und noch aus Artikel 3
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen
benachteiligt oder bevorzugt werden.
(Die Asylgesetzgebung und damit verbunden die Praxis unserer Verwaltungen sind auf dem Hintergrund dieser Aussagen des GG wirklich zu hinterfragen.)
Soweit zu unsere Verfassung
Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlicher politischer Auffassung und unterschiedlicher Nationalitäten erfordern Toleranz und ein demokratisches Verständnis im Handeln.
Insbesondere auch das der öffentlichen Organe.
Dazu gehören nicht nur Vereine, Verbände, Gewerkschaften und Kirchen; nein, dazu gehören ausdrücklich die staatliche Stellen, die Stadt mit ihrer StVV, ihrer Verwaltung, ihrem Bürgermeister als Dienstvorgesetzter.
Der demokratische Kampf gegen REX und Gewalt ist eben nicht nur eine Aufgabe von Bürgern.
Gerade hier haben die Vertreter der Öffentlichkeit eine herausragende Vorbildfunktion, insbesondere der Jugend gegenüber.
Es ist bekannt, dass Demokratieentwicklung ist die beste Waffe gegen REX ist.
Aber: Demokratie muss gelernt werden, ebenso wie Sozialverhalten und Toleranz.
Nur durch Erlernen und Erfahren von Demokratie kann sie gelingen. Deshalb sind Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Horte, Jugend- und Sportvereine und insbesondere die Schulen die Träger demokratischer Entwicklung unserer Region und unseres Landes.
Und all diese Einrichtungen müssen sich immer und immer wieder selbst, auf ihre demokratische Qualität überprüfen und überprüfen lassen.
Ich sage uns allen nichts Neues, wenn ich in der Bildungsarbeit nach wie vor einen großen Bedarf für demokratisches Lernen und damit die Arbeit für Toleranz und gegen REX sehe.
Wenn wir heute, dieses Tages vor 68 Jahren gedenken, werden unsere Betroffenheit und unsere Trauer nur dann aufrichtig und glaubwürdig, wenn wir an unserer demokratischen Entwicklung arbeiten.
REX und Rassismus, Antisemitismus und Gewalt, Ausländerhass und Ausgrenzung von Alten, Kranken und Behinderten haben keinen Platz in einer Demokratie und deshalb auch nicht in Fürstenwalde.
Wenn wir uns gemeinsam um fundierte, geschichtliche Zusammenhänge bemühen, dann wird es uns auch leichter fallen, die Phrasen der NPD zu durchschauen.

Vergessen wir nie, dass zuerst Fackeln bei den Aufmärschen der Nazis … brannten.
Dann brannten die Bücher von Heine, Seegers u. a. … dann brannten die Synagogen,
dann die Ermordeten in Konzentrationslagern, dann brannte Warschau, Coventry, Rotterdam, ja ganz Europa
und erst dann brannten die zerbombten Häuser in Dresden Hamburg, Berlin und anderswo in Deutschland.
So, wie Hitler in diesem Monat vor 80 Jahren, seine Sympathie und seine politische Zustimmung im deutschen Reich, im Wesentlichen durch seine antisemitische Haltung erzielen konnte, versuchen es bis heute
einzelne Politiker immer wieder, aus wahltaktischen Gründen durch rechtsextremistisch orientierte Aussagen
Zustimmung in den entsprechenden Bevölkerungsgruppen zu erhalten. Das ist schlimm, und es wirkt unserer Verfassung entgegen.
Lassen sie mich zum Schluss mit Worten unseres Altbundespräsidenten Roman Herzog,der diesen Gedenktag 1996 einführte, aus seinem Vortrag zitieren. Er sagte dazu:
„Mir ist dieser Tag deshalb so wichtig, weil ich nicht glaube, dass bei der Aufarbeitung dieses Teils unserer Geschichte heute noch Schuldfragen im Vordergrund stehen. … die entscheidende Aufgabe ist es heute,
eine Wiederholung - wo und in welcher Form auch immer - zu verhindern. Dazu gehört beides:
Die Kenntnis der Folgen von Rassismus und Totalitarismus und die Kenntnis der Anfänge, die oft im Kleinen, ja sogar im Banalen liegen können.“
Und lassen sie mich wiederholen: Wir wissen, Demokratie lernen und leben, ist die beste Waffe gegen REX. Denn:
Faschismus ist keine Meinung oder Weltanschauung, sondern ein Verbrechen!

Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit.

Fürstenwalde, 27.01.2013
Gez. Rainer Killisch

ACHTungACHTung - Theater gegen "Rechts

ACHTungACHTung - Theater gegen „Rechts“
Nicht zum ersten Mal setzen sich Schülerinnen und Schüler auf künstlerische Weise mit dem Thema Rechtsextremismus und rechte Gewalt auseinander. Bereits vor den Sommerferien begannen Schülerinnen und Schüler, diesmal der 1. Oberschule Fürstenwalde, unter Leitung des Theaterpädagogen Jean – François Drzozak das Stück“ AchtAcht“ zu erarbeiten. Präsentiert wurde es am 12.09.2012 gleich zwei Mal in der Fürstenwalder Kulturfabrik. Eine Vormittagsveranstaltung für die Schüler der 1. Oberschule und am frühen Abend dann für die Öffentlichkeit, also Eltern, sonstige Verwandte und interessierte Fürstenwalder. Das Theaterstück, initiiert von der „Plattform gegen Rechts“ in Fürstenwalde, reiht sich ein in die Aktivitäten im Rahmen der bundesweiten “ Interkulturellen Woche“. Von den Jugendlichen beeindruckend dargestellt, zeigt dieses Stück mit durchaus, teils beklemmendem Realitätssinn, welcher Methoden sich die rechtsextreme Szene bedient, um Jugendliche erst „anzufüttern“, um sie später an sich zu binden. Franz, die Hauptperson des Theaterstücks, eher ein Einzelgänger ohne einen festen Freundeskreis, erliegt der platten wie auch subtilen Werbung. Paula, sein einziger etwas engerer Kontakt, steht schließlich vor der Entscheidung: Für Franz oder gegen ihn. Sie entscheidet sich gegen Franz, für Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen.
War schon die Aufführung sehenswert, gestaltete sich die anschließende Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern sowie dem Publikum sehr interessant. Offen beantworteten die Darsteller zum Beispiel Fragen nach ihren Gefühlen beim Erarbeiten des Stückes. „Was nehmt ihr aus der Arbeit an diesem Stück denn mit?“ wollte ein Zuschauer wissen. Die Antworten stellten klar: Diese Jugendlichen haben die Botschaft verstanden, werden wachsamer sein als möglicherweise vor diesem Theaterprojekt und sicherlich keine Beute brauner Rattenfänger werden. Aber auch das Publikum, ob gleichaltrig oder erwachsen, entzog sich nicht der Frage nach ihrer Verantwortung.
Der heutige Theaterabend war nicht weniger, aber auch nicht mehr als ein Beitrag zur weiteren Entwicklung der Fürstenwalder Zivilgesellschaft. Deshalb auch weiterhin: AchtungAchtung

11. Friedensfest der Kulturen „Das Leben ist bunt!“

11. Friedensfest der Kulturen
„Das Leben ist bunt!“
07.9.2012, ab 15:00h – 19:30 Uhr rund um den Dom

Zum 11. Mal feiert Fürstenwalde das inzwischen traditionelle Friedensfest der Kulturen rund um den Dom.
Wie in den letzten Jahren wird es auch dieses Mal wieder ein buntes Fest der Fürstenwalder Kulturarbeit: bunt und fröhlich - aber auch mit einem deutlich Signal der Absage an rechtsextreme Positionen - „Bunt statt braun“; fröhliche Gemeinschaft, statt Stumpfsinn und Gewalt.
Das Friedensfest der Kulturen will ein deutliches Zeichen setzen gegen Rechtsextremismus, Gewalt, alltäglichem Rassismus und Antisemitismus in unserer Stadt und eintreten für ein buntes und tolerantes Fürstenwalde. So wird die kulturelle Vielfalt, die ja Fürstenwalder Alltag ist, wieder sichtbar mit Fröhlichkeit, Tanz und Musik und viel Verschiedenes für Gaumen, Auge, und Ohr.
Lokale Verbände, die Kirche, Vereine und Initiativen sowie die demokratischen Parteien sind mit Infoständen und / oder Aktionen vertreten.
Zum offiziellen Start des Festes um 16:00h das BM Ulrich Hengst eröffnen wird, gehört wie in den vergangenen Jahren dass Kinder Friedenstauben aufsteigen lassen.
Danach beginnt ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.
Für unsere kleinen Bürger gibt es wieder ein vielseitiges Kinderfest auf der Wiese am Dom mit Spielmobil, Hüpfburg, Kinderschminken, Malen, Basteln, das die Kindergärten und Jugendvereine vorbereitet haben.
Den Abschluss macht die Jugendtheatergruppe "Halbzeit" aus Fürstenwalde.
Es zeigt um 20.00 Uhr in der Kufa das Theaterstück
Biedermann und die Brandstifter *
von Max Frisch
Wer Lust auf einen abwechslungsreichen und informativen Nachmittag hat, sollte das Fest nicht versäumen.

Weiter Termine zur interkulturellen Arbeit im September:

1. September: Antikriegstag
 Vom 21.09 bis 28.09.2012 Interkulturelle Woche (bundesweit)
 am 12.09.2012, 10:00 - 11:30 und 17:00 – 18:30;
die 1. Oberschule spielt das Theaterstück „acht acht“ Aufführung in der Kufa
(Aushänge und Veröffentlichung beachten)
 am 26.09.12 um 17:00h Ein Bollywoodfilm aus Indien
„In guten wie in schweren Tagen“ (im Filmtheater Union Fürstenwalde mit kleinem interkulturellen Buffet - Unkostenbeitrag 3,00€)
Internationaler Kindertag

* Zum Inhalt des Theaterstücks:
„Scherz ist die drittbeste Tarnung. Die zweitbeste: Sentimentalität.
Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit.“
Biedermann, der gegenüber den „einfacheren Leuten“ Menschlichkeit ausdrücken möchte, ignoriert ganz und gar das Vorgehen der beiden Brandstifter Schmitz und Eisenring und belügt sich selbst.
Indem er sich einredet, Schmitz und Eisenring wären seine Freunde, schafft sich Biedermann ein reines Gewissen,
Biedermann sieht das Offensichtliche nicht – er schaut der Wahrheit nicht ins Gesicht. Selbst, als die Stadt schon am Horizont brennt und die Brandstifter, Schmitz und Eisenring, ihm beim gemeinsamen Abendessen mit Frau und Dienstmädchen Anna ihr Vorgehen erläutern, gibt Biedermann ihnen als Zeichen seines „Vertrauens“ und der „Freundschaft“ die Streichhölzer, womit die Brandstifter auch das Hause Biedermanns entzünden können …

Fachabend der Plattform gegen Rechts im Parkclub Fürstenwalde

Herzliche Einladung zum geplanten Fachabend!
Das Thema verspricht Spannung. Ist es doch aktuell, wie eh’ und je.
Termin:
06. Juni 1. Fachabend von 18:30 – 21:30 Jahresthema I.
„Der ewige Jude - Antisemitismus heute“
Im Club im Park 18:30h – 21:00h

Wieso eigentlich immer die Juden???

"Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Mond sicher", meinte die Philosophin Hannah Arendt im Jahr 1945.
Seit den Gräueltaten der Nazis und ihrer Verbündeten sind inzwischen über 60 Jahre vergangen und doch ist Antisemitismus in Deutschland weiterhin präsent. Dabei haben sich vielschichtige Erscheinungsformen des Antisemitismus im Laufe der Geschichte vermischt und Vorurteile und Ressentiments hervorgebracht, die bis heute präsent sind.
Eine Referentin des apabiz e.V. wird die Erscheinungsformen erläutern und versuchen, Licht ins Dunkel der Begriffsverwirrungen bringen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den immer wieder kehrenden Hass auf die Juden.
Wo liegen die Ursachen? Woher kommt die immer wieder spürbare Wut gegen das Volk?
Über gegenwärtige und vergangene Angriffe gegen Juden sowie aktuelle Debatten
soll ein Überblick über die aktuelle Verbreitung antisemitischen Denkens und Handelns in der Gesellschaft gegeben werden.
Fragen sind ausdrücklich erwünscht!