Kein Ort für Nazis - auch nicht in Fürstenwalde

Ein gellendes Pfeifkonzert empfing die örtlichen Funktionäre und Anhänger der NPD, die am 28.04.2012 vor KIK in der Juri - Gagarin - Straße einen Stand aufbauten. Dem Häuflein von nicht einmal zehn Personen standen auf der anderen Straßenseite insgesamt ca. 50 Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder sowie Jugendliche aus Storkow gegenüber. Diese wollten Gesicht zeigen und nicht wegsehen oder weghören, wenn die NPD ihre verlogenen Parolen versucht in den öffentlichen Raum zu tragen. Wir waren gut vorbereitet. Unübersehbar, auch für die vorüberfahrenden Autos, hingen eine ganze Reihe von Transparenten, die unsere Haltung zu Rassismus und Menschenfeindlichkeit deutlich machten. Ob allerdings die Mehrheit der Gegenseite den Slogan "Ich würde mich ja gern geistig mit dir duellieren, ich sehe aber, du bist unbewaffnet" intellektuell in der Lage war zu erfassen, entzieht sich unserer Kenntnis. Das Verhalten einiger NPD - Anhänger lässt aber eher darauf schließen, dass sie dann doch überfordert waren. Ebenfalls unübersehbar war das breite Spektrum von uns Gegendemonstranten. Neben den Jugendlichen in ihrer bekannt unkonventionellen Art des Protestes demonstrierten nicht minder lautstark und ausdauernd Abgeordnete der Fraktion "Die Linke" der Stadtverordnetenversammlung Fürstenwalde sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Besonders erfreulich war, dass sich auch Anwohner zu uns stellten und somit ihre Unterstützung signalisierten. Es war eine gelungene Gegenaktion auch deshalb, weil es in sehr kurzer Zeit gelang zu moblisieren und zwar über unsere Stadtgrenzen hinaus. So funktioniert Vernetzung. Es bleibt dabei: "Kein Ort für Nazis - auch nicht in Fürstenwalde.